Immobilienbetrug
In Deutschland sind derzeit sehr viele Gerichte damit beschäftigt, sich
mit dem Vorwurf von Immobilienbetrug auseinander
zu setzen. Dabei geht es in erster Linie um die
so genannten Schrott-Immobilien. Dabei handelt
es sich um Immobilien, die vielen privaten
Käufern in der Regel durch bestimmte Vermittler
als Steuersparmodell verkauft worden sind. Der
Vorwurf Immobilienbetrug richtet sich nun gegen
diese Vermittler, die anscheinend in vielen
Fällen dem Käufer falsche Informationen über den
Wert der Immobilie gegeben haben oder von
grundlegend deutlich zu hohen Renditen
ausgegangen sind, durch die sicher der Kauf
dieser Immobilien für den Käufer lohnen sollte.
Insgesamt wurden diese „Schrott-Immobilien“ an
über 300.000 Bürger verkauft, die zum Teil sogar
ohne vorhandenes Eigenkapital eine Finanzierung
von den Banken erhalten haben.
Für die Gerichte wird es nun keine leichte
Entscheidung werden, ob in den meisten Fällen
wirklich ein Immobilienbetrug vorliegt, oder ob
den Käufern auch eine größere Mitschuld
anzulasten ist, da sich diese nicht ausreichend
über die erworbenen Immobilien und deren
Einzelheiten informiert haben. Dennoch ist in
vielen Fällen nachzuweisen, dass die Vermittler
vorsätzlich falsche Angaben über die zu
erwartenden Einkünfte durch Mieteinnahmen
gemacht haben. In diesen Fällen haben die Käufer
sicherlich gute Aussichten, entweder einen
Schadenersatz zu erhalten oder sogar den Kauf
der Immobilien und den zugehörigen Vertrag
rückgängig machen zu können, denn dann würde ein
„echter“ Immobilienbetrug vorliegen.
Streitig bleibt die Frage, ob es sich beim Kauf einer so genannten Schrott-Immobilie um ein Haustürgeschäft handelt. |
Hierbei sollen renovierungs-bedürftige Wohnkomplexe erworben und mit geringstem Aufwand renoviert und dann verkauft werden.. Lesen Sie weiter bei Immobilien Betrug |
Der Europäische Gerichtshof fällte am 26.10.2005 eine Entscheidung mit großer Tragweite für alle Bürger, die in den letzten Jahren ein Darlehen zur Finanzierung einer Immobilie oder eines Immobilien-Fonds abgeschlossen haben. |
als potentieller Käufer einer Immobilien sehr kritisch sein sollte
Grundsätzlich gibt es einige Anhaltspunkte, an denen man auch heute noch erkennen kann, das es sich bei bestimmten Angeboten um Schrott-Immobilie bzw. einen geplanten Immobilienbetrug handeln könnte. Zu diesen Anhaltspunkten, bei deren Auftreten man als potentieller Käufer einer Immobilien sehr kritisch sein sollte, gehört zum Beispiel die Tatsache, dass der Erstkontakt zu den Vermittlern der Schrott-Immobilien sehr häufig per Telefon stattfindet, was in Deutschland übrigens sogar verboten ist (Werbeanrufe ohne Einverständnis des Angerufenen). Ferner sollte man ebenfalls sehr kritisch werden, wenn der Vermittler die Finanzierung durch ein Darlehen gleich mit anbietet und der Kredit zudem noch ohne vorhandenes Eigenkapital vergeben werden würde. Die Steuerersparnis wird oftmals als Hauptargument genannt, um den potentiellen Käufer zu „ködern“ und auch vermeidlich sichere Mietgarantien dienen eher als Alarmsignal.
“In den meisten Fällen soll die so genannten Schrott-Immobilien als Steuersparmodell dienen.”